Dein Energie-Level: Wie voll ist Dein Akku?
Unser Energielevel hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Es beeinflusst, wie wir denken, handeln und mit Stress umgehen. Es entscheidet mit darüber, ob wir gelassen durch den Alltag gehen oder schon bei der nächsten Kleinigkeit aus der Ruhe geraten.
Ist unser Akku gut gefüllt, fühlen wir uns stark. Wir sind gut gelaunt, gehen Herausforderungen mit mehr Zuversicht an und denken: „Das bekomme ich hin.“
Ist unser Akku dagegen fast leer, sieht die Welt oft ganz anders aus. Wir sind schneller gereizt, haben ein dünneres Fell und denken eher: „Ich schaffe das nicht.“ Oder vielleicht sogar: „Ich muss trotzdem weitermachen.“
Genau deshalb lohnt es sich, das eigene Energielevel regelmäßig im Blick zu behalten.
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| Mehr Energie beginnt mit dem Blick auf den eigenen Akku. |
Was Dein Smartphone über Dein Energielevel verrät
Ich nutze dafür gerne das Bild eines Smartphones.
Stell Dir vor, Du bist den ganzen Tag unterwegs. Du telefonierst, navigierst, beantwortest E-Mails und plötzlich zeigt der Akku nur noch 20 Prozent an.
Wahrscheinlich würdest Du kurz überlegen, ob das bis zum Abend reicht.
Was Du aber ganz sicher nicht tun würdest, ist mit Deinem Smartphone zu diskutieren.
„Pass auf, ich brauche Dich noch. Ich weiß, Du hast wenig Energie, aber Du musst jetzt einfach weitermachen.“
Das wäre ziemlich sinnlos.
Stattdessen hast Du genau zwei Möglichkeiten. Entweder Du sparst Energie. Vielleicht schaltest Du mobile Daten aus, aktivierst den Flugmodus oder legst das Handy einfach einmal zur Seite. Oder Du lädst den Akku wieder auf.
Interessanterweise gehen wir mit uns selbst oft ganz anders um. Obwohl wir merken, dass unsere Energie schwindet, versuchen wir einfach weiterzumachen.
Dabei haben wir im Grunde dieselben Möglichkeiten wie unser Smartphone: Energie sparen oder neue Energie tanken.
Im Alltag verlieren wir unsere Energie oft schleichend. Häufig sind es nicht die großen Belastungen, sondern viele kleine Dinge, die uns Kraft kosten. Gleichzeitig gibt es viele kleine Momente und Gewohnheiten, die unsere Energiereserven wieder auffüllen. Beides bewusst wahrzunehmen, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstführung und Resilienz.
Wie hoch ist Dein Energielevel aktuell?
Bevor wir etwas verändern können, müssen wir zunächst wissen, wo wir überhaupt stehen.
Wenn Du Dein Energielevel der letzten Wochen in einem Akku darstellen würdest – wie voll wäre er?
Es spielt keine Rolle, ob Du bei 30, 60 oder 90 Prozent landest. Es gibt kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, ehrlich zu Dir selbst zu sein.
Denn nur wenn Du weißt, wo Du gerade stehst, kannst Du Dich auf den Weg machen.
Vielleicht nimmst Du Dir einen kurzen Moment Zeit und fragst Dich: Welche Gedanken löst dieser Wert gerade bei mir aus? Vielleicht überrascht er Dich. Vielleicht bestätigt er aber auch genau das Gefühl, das Du schon länger hast.
Was nimmt Dir Energie?
Damit Du Dein Energielevel langfristig stabilisieren kannst, lohnt sich ein Blick auf die Dinge, die Dir Energie nehmen.
Dabei denken viele zuerst an die Arbeit. Tatsächlich gibt es viele Dinge, die uns Energie nehmen – in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen.
Manchmal sind es belastende Gedanken oder der hohe Anspruch an sich selbst. Manchmal ungelöste Konflikte oder schwierige Beziehungen. Es können aber auch unklare Rollen, ineffiziente Prozesse oder ständige Unterbrechungen im Arbeitsalltag sein. Und natürlich gibt es körperliche Faktoren wie zu wenig Schlaf, fehlende Bewegung oder mangelnde Erholung.
Nicht alles davon lässt sich sofort verändern. Aber es bewusst wahrzunehmen, ist oft schon der erste Schritt.
Was gibt Dir Energie?
Genauso wichtig ist die andere Seite.
Was gibt Dir neue Energie?
Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Vielleicht gibt Dir ein Spaziergang neue Energie. Sport. Zeit mit Menschen, die Dir guttun. Eine Aufgabe, die Dich begeistert. Klare Prioritäten. Ein gutes Gespräch. Das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Oder Strukturen, die Dir den Alltag erleichtern und Dir den Rücken freihalten.
Jeder Mensch hat andere Dinge, die ihm Energie geben. Genau deshalb lohnt es sich, die eigenen einmal ganz bewusst sichtbar zu machen. Im Alltag beschäftigen wir uns häufig viel stärker mit dem, was uns Energie nimmt, als mit den Dingen, die uns neue Kraft schenken.
Deshalb lohnt es sich, diese einmal ganz bewusst aufzuschreiben.
Oft fällt uns nämlich viel schneller ein, was uns Energie kostet, als das, was uns wirklich guttut.
Das Gesamtbild macht den Unterschied
Wenn Du beide Listen nebeneinanderlegst, entsteht häufig ein spannendes Bild.
Vielleicht erkennst Du sofort Dinge, die Du verändern möchtest. Vielleicht fällt Dir auf, dass die Dinge, die Dir Energie geben, im Alltag viel zu wenig Platz bekommen. Oder Du entdeckst etwas, das Dir schon lange unnötig Energie nimmt.
Genauso gut kann es aber sein, dass auf Deiner Liste Dinge stehen, für die Du im Moment noch keine Lösung hast.
Vielleicht kostet Dich eine bestimmte Person sehr viel Kraft. Vielleicht gibt es einen Konflikt, den Du gerade nicht lösen kannst. Oder Du kümmerst Dich um jemanden und hast deshalb kaum Zeit für Dich selbst.
Das ist völlig normal.
Es geht überhaupt nicht darum, heute für alles eine Lösung zu finden. Manche Dinge brauchen Zeit. Manche brauchen Unterstützung. Und manche lassen sich im Moment einfach nicht verändern.
Entscheidend ist etwas anderes: Dass Du weißt, was Dir Energie nimmt und was sie Dir gibt. Denn genau dieses Bewusstsein hilft Dir, im Alltag bewusstere Entscheidungen zu treffen.
Fang mit kleinen Schritten an
Du musst nicht Dein ganzes Leben umkrempeln.
Oft reicht es schon, wenn Du einer Sache, die Dir Energie gibt, wieder mehr Raum gibst oder etwas reduzierst, das Dich regelmäßig Kraft kostet.
Suche Dir deshalb eine kleine Veränderung aus, die Dir Energie gibt. Und eine zweite, mit der Du künftig etwas weniger Energie verlierst.
Mehr braucht es zunächst gar nicht.
Schon kleine Veränderungen können einen spürbaren Unterschied machen.
Überlege Dir möglichst konkret, wann Du diese beiden Dinge umsetzen möchtest. Trag sie am besten direkt in Deinen Kalender ein. Was geplant ist, wird deutlich häufiger umgesetzt.
Und falls doch einmal etwas dazwischenkommt, verschiebe den Termin einfach. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Es geht darum, Deiner eigenen Energie denselben Stellenwert zu geben wie jedem anderen wichtigen Termin in Deinem Kalender.
Wir würden unser Smartphone wahrscheinlich nicht tagelang mit fünf Prozent Akku nutzen und gleichzeitig erwarten, dass es zuverlässig funktioniert.
Mit uns selbst machen wir genau das oft.
Vielleicht ist heute ein guter Zeitpunkt, die eigenen Energiereserven wieder ein kleines Stück aufzufüllen.
Dein Impuls
Frage Dich heute Abend nicht nur, was Du geschafft hast. Frage Dich auch: Was hat mir heute Energie gegeben? Und was hat sie mir genommen?
Wenn Du Dir diese beiden Fragen regelmäßig stellst, wirst Du Deine eigenen Muster mit der Zeit immer besser erkennen.
Dieser Artikel ist ein Impuls aus meinem PowerUp-Programm
PowerUp habe ich aus meiner Arbeit mit Führungskräften und Teams entwickelt. Dabei habe ich immer wieder erlebt: Die größten Herausforderungen entstehen selten durch fehlendes Fachwissen. Nachhaltige Veränderung beginnt dort, wo Menschen sich selbst gut führen, auch unter Druck handlungsfähig bleiben und Veränderungen aktiv mitgestalten.
Genau hier setzt PowerUp an. Das Programm stärkt Selbstführung, Resilienz und persönliche Wirksamkeit – als Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit und nachhaltige Veränderung.
Die Beiträge in dieser Reihe greifen ausgewählte Inhalte aus dem PowerUp auf und laden Dich ein, die Impulse direkt in Deinem Alltag auszuprobieren.
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